Die Preisseite von Mailbird versteckt das beste Angebot. Die lebenslange Lizenz sitzt hinter der Abo-Option. Wer nicht weiterklickt, übersieht die Variante, die sich in unter drei Jahren amortisiert. Seit Mailbird im September 2025 seine Mac-App im Apple App Store veröffentlicht hat – die erste Plattform-Erweiterung jenseits von Windows – wird die Preisfrage relevanter: Eine Lizenz deckt beide Plattformen ab. Hier steht, was jeder Tarif kostet, was er freischaltet und welchen Sie kaufen sollten.
Grenzen der Gratis-Version
Die kostenlose Variante von Mailbird bietet ein E-Mail-Konto, nur Wissensdatenbank-Support und keine zeitliche Begrenzung. Die Einkonto-Beschränkung entwertet jedoch das Hauptargument des Produkts: den einheitlichen Posteingang über mehrere Konten.
Die Gratis-Variante ist funktional, aber bewusst eingeschränkt. Laut Preisseite Stand 18.04.2026:
- Nur ein E-Mail-Konto. Wer ein privates Gmail und eine geschäftliche IMAP-Adresse hat, kann beide in der Gratis-Variante nicht parallel nutzen. Der Multi-Konto-Posteingang – der Hauptgrund, Mailbird herunterzuladen – steckt hinter der Bezahlversion.
- Nur Wissensdatenbank-Support. Kein Live-Chat, keine Tickets, keine bevorzugte Warteschlange.
- Die Kern-UI ist zugänglich. Sie können prüfen, ob Mailbirds Oberfläche, Geschwindigkeit und Tastenkürzel zu Ihrem Workflow passen, bevor Sie zahlen.
Unser Fazit: Die Gratis-Variante reicht zur Evaluation. Verbringen Sie eine Woche mit einem Konto, prüfen Sie, ob die Oberfläche Ihrem Workflow entspricht, und entscheiden Sie dann. Langfristig auf Gratis zu bleiben, macht keinen Sinn – die Einkonto-Grenze entwertet den eigentlichen Mehrwert.
Einmallizenz vs. Abo
Die lebenslange Lizenz zu 73,80 € amortisiert sich gegenüber dem Jahresabo zu 27,60 €/Jahr in rund 2,7 Jahren. Wer Mailbird länger als drei Jahre nutzen will (realistisch bei einem Desktop-Mail-Client), fährt mit der Einmallizenz günstiger.
Das ist die wichtigste Entscheidung im Mailbird-Preisgefüge. Zwei kostenpflichtige Optionen:
Premium — Jahresabo
- Listenpreis: 2,30 €/Nutzer/Monat (jährlich abgerechnet, laut Preisseite vom 18.04.2026)
- Markiert mit „-50 %” gegenüber dem regulären Monatspreis von 4,60 €/Monat
- Enthalten: unbegrenzte Konten, VIP-Kundensupport, unbegrenztes E-Mail-Tracking, E-Mail-Vorlagen, individuelle Apps, Absender-Blockierung, Filter/Regeln
Premium — Einmalzahlung (lebenslange Lizenz)
- Listenpreis: 73,80 € (Einmalzahlung, laut Preisseite vom 18.04.2026)
- Markiert mit „-75 %” gegenüber dem regulären Preis von 295,20 €
- Enthält alles aus dem Jahresabo plus eine zusätzliche kostenlose Premium-Lizenz
- Enthält keine lebenslangen Updates standardmäßig – „Lifetime Updates” ist ein separates Add-on für 65 €
Beide Tarife bieten zusätzliche optionale Add-ons:
- Leave Me Alone Integration: 55 € (bündelt das Posteingang-Aufräumen von Leave Me Alone in den Mailbird-Kauf)
- Lifetime Updates: 65 € (garantiert alle künftigen Hauptversionen ohne Aufpreis)
Die Break-even-Rechnung: Bei 2,30 €/Monat im Jahresplan zahlen Sie 27,60 €/Jahr. Die Einmallizenz zu 73,80 € amortisiert sich nach rund 2,7 Jahren. Wer Mailbird länger als drei Jahre nutzt – plausibel für einen Desktop-Client, kein Webdienst, der verschwindet –, fährt mit der lebenslangen Lizenz günstiger.
Eine Einschränkung: „Lebenslang” bezieht sich auf die aktuelle Hauptversion und enthaltene Minor-Updates. Wenn Mailbird im dritten Jahr eine neue Hauptversion herausbringt, müssen Sie möglicherweise erneut kaufen, sofern Sie nicht zusätzlich „Lifetime Updates” erworben haben. Wir konnten nicht überprüfen, wie Mailbird historisch mit Hauptversionsupgrades umgegangen ist – der öffentliche Changelog dokumentiert diese Politik nicht eindeutig. Wer langfristige Kostensicherheit will, kauft die 65 € Lifetime Updates beim Bestellvorgang gleich mit.
Aktueller Tarifvergleich
Es gibt drei Tarife: Gratis (1 Konto), Premium Jahresabo (~27,60 €/Jahr) und Premium Einmallizenz (73,80 € lebenslang). Alle kostenpflichtigen Tarife enthalten eine 14-Tage-Geld-zurück-Garantie und decken Windows und Mac ab.
Laut Mailbird-Preisseite vom 18.04.2026:
| Funktion | Gratis | Premium (jährlich) | Premium (einmalig) |
|---|---|---|---|
| Preis | 0 € | ~27,60 €/Jahr | 73,80 € einmalig |
| Konten | 1 | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| E-Mail-Tracking | Nein | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| E-Mail-Vorlagen | Nein | Ja | Ja |
| Individuelle App-Integrationen | Nein | Ja | Ja |
| Absender blockieren | Nein | Ja | Ja |
| Filter / Regeln | Nein | Ja | Ja |
| VIP-Kundensupport | Nein | Ja | Ja |
| Zusätzliche kostenlose Lizenz | Nein | Nein | Ja |
| Lebenslange Updates | Nein | Nein (Add-on: 65 €) | Nein (Add-on: 65 €) |
| Plattformen | Windows + Mac | Windows + Mac | Windows + Mac |
Alle Bezahltarife enthalten eine 14-Tage-Geld-zurück-Garantie. Mengenrabatte von 5 bis 25 % sind ab zwei Lizenzen verfügbar – relevant für kleine Teams oder mehrere Personen im Haushalt.
Wichtig: Mailbird stellt seine Tarife in Euro in Rechnung. Außerhalb der Euro-Zone wird der aktuelle Wechselkurs zuzüglich Fremdwährungsgebühren Ihrer Bank angewendet. Den exakten Betrag prüfen Sie beim Checkout.
Aktuelle Preise einsehen? Mailbird-Preisseite öffnen – alle Tarife, aktuelle Aktionen und die lebenslange Lizenz.
Wo Rabatte zu finden sind
Mailbird führt Aktionsphasen mit -75 % auf die lebenslange Lizenz und -50 % auf das Jahresabo durch. Das sind keine dauerhaften Grundpreise, treten aber so häufig auf, dass Warten auf ein „besseres Angebot” selten zahlt.
Saisonale Aktionen. Mailbird rabattiert regelmäßig. Die aktuellen Banner „-75 % Einmallizenz” und „-50 % Jahresabo” auf der Preisseite deuten auf eine laufende Aktion hin. Ob die höheren „regulären” Preise tatsächlich die Basis oder eher Listenpreise sind, um den Rabatt größer wirken zu lassen, lässt sich nicht eindeutig sagen. Die praktische Schlussfolgerung: Wenn der angezeigte Preis in Ordnung ist, kaufen Sie jetzt statt zu warten.
Affiliate-Codes und Coupon-Sites. Die meisten „Mailbird Gutschein”-Treffer in der Suche sind Affiliate-Seiten, die dieselben anbieterseitigen Codes recyceln. Sie bekommen keinen Sondertarif jenseits dessen, was bereits auf der Homepage steht.
Volumenlizenzen. Bei Kauf von 2+ Sitzen (Team oder Haushalt) kontaktieren Sie Mailbird direkt oder prüfen die Volumenrabattseite. 5 bis 25 % auf Mehrplatzkäufe laut Preisseite.
Empfehlungen. Mailbird hat historisch Empfehlungsguthaben angeboten. Prüfen Sie Ihr Konto-Dashboard, wenn Sie bereits Nutzer sind – der Mechanismus ist über die Versionen hinweg aufgetaucht und wieder verschwunden.
Was wir nicht empfehlen: Kauf bei Grau-Markt-Lizenzhändlern. Mailbird ist kein verpacktes Einzelhandelsprodukt; Lizenzen aus inoffiziellen Quellen sind entweder geleakt, widerrufen oder Volumenlizenzen, die gegen den Lizenzvertrag verstoßen.
Ist der Preis gerechtfertigt?
Bei 73,80 € für eine lebenslange Lizenz ist Mailbird unter Windows-Desktop-Mail-Clients wettbewerbsfähig bepreist. Wer bereits im Microsoft-365-Ökosystem ist, zahlt für Outlook keinen Aufpreis, und Mailbird muss spürbar besser sein, um die Ausgabe zu rechtfertigen.
Die nächstgelegenen Vergleichspunkte:
- Outlook ist in Microsoft 365 enthalten, ab ~7 €/Monat (Personal) oder ~9 €/Monat (Family), inklusive Word, Excel und 1 TB OneDrive. Wer bereits Microsoft 365 abonniert, zahlt für Outlook null zusätzliche Euro.
- Thunderbird ist kostenlos, Open Source und wird aktiv weiterentwickelt. Das Supernova-Redesign 2023 hat die Oberfläche deutlich aufgewertet – nicht länger nur die staubige Notlösung.
- eM Client hat eine kostenlose Variante (2 Konten) und eine Einmalzahlung in ähnlichem Preisrahmen.
Mailbirds Wertargument ist nicht der Preis, sondern das Integrationspanel und die UI-Politur. Wer zwei oder mehr E-Mail-Konten verwaltet und Google Kalender, Slack, Todoist und WhatsApp im selben Fenster braucht, ohne alt-tabben zu müssen, hat mit Mailbird einen echten Nutzen. Wir setzen ihn als primären Client unter Windows ein, und der einheitliche Posteingang ist das, was uns auf anderen Geräten am meisten fehlt.
Wo der Preis nicht überzeugt:
- Wer bereits in Microsoft 365 lebt, profitiert von Outlooks Exchange- und Teams-Integration, die schwer zu schlagen ist.
- Wer auf Kosten optimiert, bekommt mit Thunderbird ein kostenloses Tool, das deutlich besser ist als noch vor drei Jahren (siehe unseren Vergleich Mailbird vs. Thunderbird).
- Wer hauptsächlich auf Mac oder Linux arbeitet, sollte Mailbird meiden: Die Mac-Version hinkt historisch hinter Windows her, und einen Linux-Build gibt es gar nicht.
Für einen Windows-Anwender mit mehreren Konten, der schnelle und aufgeräumte Oberflächen schätzt: Ja, 73,80 € sind gerechtfertigt. Für alle anderen: zuerst die Alternativen prüfen.
Wann das nicht gilt
Mailbirds Preise sind nur relevant, wenn Sie unter Windows oder Mac arbeiten. Linux-Nutzer haben keine Mailbird-Option. Microsoft-365-Abonnenten, die fest im Exchange-Ökosystem sitzen, werden Outlooks Null-Aufpreis schwer schlagen können.
Mehrere Situationen, in denen die Preisfrage bei Mailbird nicht passt:
Linux-Anwender. Mailbird hat keinen Linux-Build. Punkt – die Preisfrage stellt sich nicht.
Microsoft-365-Abonnenten in Exchange. Wenn Ihre Organisation Teams und SharePoint auf M365 betreibt, ist Outlook das Bindegewebe, und nichts repliziert diese Tiefe. Der zusätzliche Preis für Outlook bei einem bestehenden M365-Abo beträgt 0 €. 73,80 € für einen anderen Client zu zahlen lohnt sich nur, wenn Mailbirds einheitlicher Posteingang und App-Panel Ihren Workflow dramatisch besser bedienen.
Wer Open-Source-Prüfbarkeit braucht. Mailbird ist proprietäre Software. Wenn Sie auditieren müssen, welche Daten die Anwendung versendet, geht das nicht – der Quellcode ist nicht verfügbar. Thunderbird oder Betterbird sind hier die richtige Antwort.
Einkonto-Nutzer. Wer nur ein E-Mail-Konto hat und in absehbarer Zeit kein zweites plant, kommt mit der Gratis-Variante zur Evaluation aus. Der Mehrwert der Bezahlversion liegt fast vollständig im Multi-Konto-Posteingang.
Was dieser Ratgeber nicht abdeckt: Funktionsvergleiche Punkt für Punkt gegen Outlook und Thunderbird (siehe Mailbird vs. Outlook und Mailbird vs. Thunderbird) oder das vollständige Featureset. Eine schnelle Spezifikationsübersicht finden Sie auf der Mailbird-Tool-Seite.

Alexis Dollé, seit über 10 Jahren E-Mail-Experte. Gründer von Email Tools. Ich teste jeden Mail-Client und jedes Utility selbst und schreibe darüber, wie ich es einem Freund erklären würde: kein Marketing-Geschwafel, keine gesponserten Rankings, jede Aussage belegt.
LinkedInHäufige Fragen
Gibt es bei Mailbird eine Gratis-Variante? — ein Konto, ohne Zeitlimit
Ja: ein E-Mail-Konto, nur Wissensdatenbank-Support, unbegrenzte Dauer. Genug, um die Oberfläche zu evaluieren, doch die Einkonto-Grenze macht es für die meisten als primären Client unpraktikabel.
Ist die Einmallizenz wirklich lebenslang? — Vorbehalt bei Hauptversionen
Sie deckt die aktuelle Hauptversion und enthaltene Minor-Updates ab. Künftige Hauptversionen erfordern unter Umständen einen erneuten Kauf, es sei denn, Sie ergänzen „Lifetime Updates” (65 €) im Checkout. Wir empfehlen es bei langfristigem Kostenbedarf.
Funktioniert Mailbird auf dem Mac? — ja, seit September 2025
Ja, Mailbird ist im September 2025 im Apple App Store erschienen. Die plattformübergreifende Lizenz deckt Windows und Mac ab. Historisch hinkte die Mac-Version dem Windows-Build funktional hinterher; vor einem Kauf speziell für Mac empfiehlt sich ein Blick in den aktuellen Changelog.
Bekomme ich mein Geld zurück, wenn es mir nicht gefällt? — 14-Tage-Garantie
Ja: 14-Tage-Geld-zurück-Garantie auf Bezahltarife laut Preisseite. Den Rückerstattungsprozess haben wir selbst nicht durchgespielt.
Gibt es Studenten- oder Non-Profit-Rabatte? — nicht öffentlich gelistet
Auf der öffentlichen Preisseite zum Stand 18.04.2026 nicht gelistet. Direkt beim Support nachfragen – einen Versuch ist es wert, bevor Sie zum Vollpreis kaufen.
Was bedeutet die „zusätzliche kostenlose Lizenz” der Einmalzahlung? — ein weiterer Sitz
Der Premium-Einmalzahlungs-Tarif enthält eine zusätzliche kostenlose Premium-Lizenz – effektiv ein zweiter Sitz ohne Aufpreis. Praktisch für Partner, Familienangehörige oder einen zweiten Rechner.